Alleinerziehend




22. April 2014

Umgangsboykott kann rechtliche Konsequenzen haben

Category: Gesetze – Frank – 10:09

UmgangsboykottKinder und Eltern haben einen gesetzlich garantierten Anspruch auf gegenseitigen Umgang. Umgangsregelungen können von den Eltern einvernehmlich getroffen, oder durch das Familiengericht festgelegt werden. Solange das Kindeswohl durch den Umgang nicht gefährdet wird, darf der Umgang nicht verweigert werden. Eine Umgangsvereitelung kann schwerwiegende Konsequenzen für den alleinerziehenden, betreuenden Elternteil haben.
Die fehlende Bereitschaft des betreuenden Elternteils, die Bindung des Kindes an den anderen Elternteil zu akzeptieren, stellt ein Defizit dar, das die Erziehungsfähigkeit des Betroffenen in Frage stellen kann. Bei einer anhaltender Umgangsvereitelung können Zwangsgelder verhängt und sogar Zwangshaft angeordnet werden, um die Herausgabe des Kindes durchzusetzen. Durch eine Gesetzesreform im September 2009 können inzwischen auch Ordnungsgelder und Ordnungshaft verhängt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit des Sorgerechtsentzuges und die Einstellung von Unterhaltszahlungen. Zusätzlich können Schadensersatzansprüche für entstandene Kosten des Umgangs eingefordert werden.
Hilfe für betroffene Väter bei Umgangsboykott leisten verschiedene Väterinitiativen, wie beispielsweise Väteraufbruch e.V.
www.vaeteraufbruch.de

Foto: © WavebreakmediaMicro – Fotolia.com

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