Gleichberechtigung im Haushalt, Betreuung der Kinder durch beide Elternteile und eine Frau, die arbeiten geht? Eine Vorstellung, die für viele Männer vor wenigen Jahren noch undenkbar war. Doch deutsche Männer fangen einer Untersuchung zufolge an in Sachen Partnerschaft und Familie um zu denken. Jeder fünfte Mann steht Gleichberechtigung in Haushalt und Erziehung inzwischen uneingeschränkt positiv gegenüber. Das ist das Ergebnis einer Studie, die unsere Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorstellte.
Im Auftrag der beiden grossen Kirchen wurden unter dem Titel “Männer in Bewegung” 1.470 Männer und 970 Frauen zu ihrem Rollenverhalten befragt. Demnach ist nur jeder fünfte Mann in Deutschland als “modern” ein zu stufen, jeder Dritte dagegen hat noch immer ein eher traditionelles Rollenverständnis.
Dabei hat sich schon einiges geändert, denn bei einer ähnlichen Studie vor elf Jahren haben sich die meisten Männer noch als alleiniger Ernährer der Familie gesehen. Ganz so traditionell ist das Rollenbild heute jedenfalls nicht mehr, doch noch immer gibt es bei uns in der Gesellschaft feste Meinungen darüber, in welchen Bereichen eher der Mann seine Vorzüge hat und in welchen Bereichen die Frau. Auch im Zeitalter der Gleichberechtigung gibt es die Ansicht, dass in manchen Lebensbereichen Frauen stärker sind, in anderen Lebensbereichen Männer.