Dass eine Scheidung nicht nur viel Ärger bedeutet und den Geldbeutel sehr belasten kann, das dürfte landläufig bekannt sein. Wenn Kinder mit im Spiel sind, dann wird es noch schwieriger, denn sie leiden unter einer Scheidung am meisten. Dass das Ganze aber auch gesundheitsschädlich ist belegten jetzt amerikanische Forscher in einer repräsentativen Studie.Laut Statistischem Bundesamt wurden 2008 etwa 191 900 Ehen in Deutschland geschieden. Eine nüchterne Zahl, die nicht wirklich Auskunft über die Dramen dahinter gibt. Oft zieht eine Scheidung einen jahrelangen Rechtsstreit um Besitzansprüche oder Sorgerecht der Kinder nach sich. Eine US-Studie hat sich nun mit den gesundheitlichen Auswirkungen einer Scheidung beschäftigt und mitunter bleibende Schäden attestiert.
Auch wer sich dazu entscheidet, nach einem traumatischen Scheidungserlebnis wieder in den Stand der Ehe einzutreten, kann nicht automatisch von einer körperlichen Verfassung wie vor der Scheidung ausgehen. Laut Forscheraussagen hat der Mensch bei Eintritt in die Erwachsenenphase einen bestimmten Gesundheitsstand, der gehalten oder verringert wird. Beides hängt von der Erfahrung ab, die man in der Ehe gemacht hat. Als Gründe für Zunahme gesundheitlicher Probleme nach einer Scheidung nannten die Autorin von der Universität Chicago Einkommenseinbußen und die aufreibende Auseinandersetzung über Themen wie beispielsweise Sorgerechtsfragen bei den Kindern.