Alleinerziehende sind einer neuen Studie zufolge die finanziellen Verlierer in Deutschland. Zwischen 1986 und 2006 sei der Anteil der einkommensschwachen Alleinerziehenden von 39 auf 51 Prozent gestiegen, heißt es in der aktuellen Studie des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Als einkommensschwach gilt, wer monatlich weniger als 70 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens zur Verfügung hat.
Insgesamt nahm der Anteil der Personen mit mittlerem Einkommen seit 1986 um rund 2 Prozentpunkte auf 61,3 Prozent ab. Dieser Rückgang ist vor allem auf die steigende Zahl von Migranten und Alleinerziehenden zurückzuführen, die ökonomisch schlechter gestellt sind.