Der Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM) fordert eine Kindergrund sicherung. Unter Gender-Aspekten befürwortet der VBM, im Steuer- und Sozialrecht jede Person einzeln zu berücksichtigen. Durch eine Kindergrundsicherung würden Kinder, die bei einem egalitär orientierten Elternpaar oder in der Familie einer Alleinerziehenden aufwachsen, genauso unterstützt wie Kinder, die in einer klassischen “Hausfrauenehe” groß werden. Dies wäre für berufstätige Mütter ein Fortschritt, denn heute profitieren durch das Ehegattensplitting vor allem Ehepaare mit einem Alleinverdiener, ganz gleich ob mit oder ohne Kinder. Aus verfassungsrechtlichen Gründen sollte bei dem Abbau des Splittingsystems erwogen werden, immer ein Realsplitting oder einen übertragbaren Grundfreibetrag vorzusehen.
Ein auf die Ehe bezogenes Familiensplitting würde - wie das Ehegatten splitting auch - zuvörderst das Heiraten lohnenswert machen. Insbesondere Alleinerziehende würden vergleichsweise weniger davon profitieren. Die Einführung einer Kindergrundsicherung würde hingegen jedes einzelne Kind gleichermaßen fördern, und zwar unabhängig vom Ausmaß der elterlichen Erwerbstätigkeit und von der Familienform, in der das Kind lebt.