Alleinerziehend


19. Mai 2009

Armutsatlas teilt Deutschland in drei Teile

Kategorie: Alleinerziehend – – 12:30

Demnach ist Mecklenburg-Vorpommern das Armenhaus in Deutschland. Besonders gut gestellt sind dagegen die Menschen im Schwarzwald. Eine neue Studie teilt Deutschland per Karte in Arm und Reich. Alleinerziehende sind übrigens überall besonders häufig von Armut betroffen.
Die Bundesrepublik Deutschland ist in der regionalen Verteilung von Besitz und Einkommen dreigeteilt. Das geht aus dem ersten Armutsatlas hervor, den der Paritätische Wohlfahrtsverband am Montag in Berlin vorstellte. Am ärmsten ist der Osten, am wohlhabendsten der Süden, die west- und nordwestlichen Bundesländer liegen dazwischen. Regional gibt es sehr große Unterschiede, selbst innerhalb eines Bundeslandes. Die Spannbreite der Armutsquoten ist weit höher, als Durchschnittswerte vermuten lassen.
Während in Baden-Württemberg jeder zehnte unterhalb der Armutsschwelle lebt, ist es in Mecklenburg-Vorpommern fast jeder Vierte. Die durchschnittliche Quote für Deutschland lag 2007, also vor der Wirtschaftskrise, bei 14,3 Prozent, im Osten Deutschlands betrug sie 19,5, im Westen 12,9 Prozent. Der stellvertretende Parteivorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, sprach von verheerenden sozialen Verhältnissen im Osten. Aber auch im Westen gebe es Regionen mit dramatischen Armutsquoten.
Ganz hinten: Mecklenburg-Vorpommern
Das ärmste Bundesland, gemessen an der Armutsgrenze der deutschen und europäischen Statistik, ist Mecklenburg-Vorpommern mit einer Armutsquote von 24,3 Prozent. Es folgen Sachsen-Anhalt, Sachsen, Bremen und Thüringen. Berlin und Brandenburg stehen mit einer Armutsquote von 17,5 Prozent immer noch deutlich schlechter da als das zweitärmste Bundesland im Westen, das Saarland, wo die Quote 16,8 Prozent beträgt.
Die Armutsentwicklung verläuft regional. Während in den Stadtstaaten Bremen, Berlin und Hamburg die traditionell hohen Armutsquoten zurückgehen, nimmt die Armut in einem westlichen Bundesland, im Saarland, zu.
Die Armutsgrenze liegt nach offiziellen europäischen und deutschen Vereinbarungen bei 60 Prozent des mittleren Einkommens. Wer weniger hat, gilt im Vergleich zu anderen als arm. Die Schwelle lag für einen Alleinstehenden 2007 bei 764 Euro im Monat, für ein Paar mit zwei Kindern bei 1.835 Euro, für eine Alleinerziehende mit einem Kind bei 994 Euro. Das sind Beträge leicht über den Hartz-IV-Bezügen inklusive Miete und Heizung. Ein alleinstehender Hartz-IV-Empfänger kann durchschnittlich mit einer Unterstützung von 700 Euro im Monat rechnen.

Tags:

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. | TrackBack URI

Einen Kommentar hinterlassen

XHTML ( You can use these tags): <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong> .