Alleinerziehend


4. September 2009

25 Prozent der Alleinerziehenden warten vergeblich auf ihren Unterhalt

Kategorie: Alleinerziehend – Frank – 21:46

Einer repräsentativen Umfrage zufolge, die vom Allensbach Institut im Auftrag der Bundesregierung durchgeführt wurde, bekommt nur die Hälfte der Alleinerziehenden ihren Unterhalt oder den Kindesunterhalt regelmäßig. 25 Prozent der alleinerziehenden Mütter und Väter bekommt die Unterhaltsleistungen nur unregelmäßig, bzw. nur Teile davon. Jede vierte der alleinerziehenden Mütter bekommen den ihnen oder ihren Kindern zustehenden Unterhalt überhaupt nicht. Diesbezüglich noch mehr von ihrer barunterhaltspflichtigen Expartnerin im Stich gelassen sind die Väter. Von denen bekam fast jeder dritte den ihm oder seinen Kindern zustehenden Unterhalt garnicht. Unterhaltszahlungen spielen bei Alleinerziehenden bei der Zusammensetzung des gesamten Haushaltseinkommens in der Regel eine große Rolle. Im Durchschnitt sorgen die Unterhaltszahlungen etwa für ein Viertel des oft geringen Haushaltseinkommens. Das Durchschnittsnettoeinkommen von Alleinerziehenden liegt einschließlich staatlicher Unterstützungen bei etwa 1.500 Euro monatlich. Bei den nicht berufstätigen Alleinerziehenden errechnet sich sogar ein mittlerer Anteil von deutlich mehr als 30 Prozent.
Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass auch staatlichen Leistungen, mit denen Ausfälle bei den Unterhaltszahlungen überbrückt werden können, hohe Bedeutung zukommt, selbst wenn längst nicht jede(r) betroffene Alleinerziehende von ihnen in jedem Fall Gebrauch macht. Unterhaltsvorschuss wird auch nur bis zum 12. Lebensjahr des Kindes gezahlt und vor allem beschränkt sich die maximale Bezugsdauer auf 72 Monate. Zwei von fünf der Alleinerziehenden erhalten neben staatlichen Unterstützungen und Unterhaltsleistungen des früheren Partners auch noch finanzielle Unterstützungen von Anderen, in der Regel von den Eltern (27 Prozent), aber auch den Großeltern (7 Prozent) und Freunden oder Bekannten (7 Prozent). Vor allem die finanziell stark eingeschränkten jüngeren Alleinerziehenden unter 30 Jahre werden noch zu 43 Prozent von ihren Eltern unterstützt.

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