Alleinerziehend


7. Juli 2009

Nicht von schlechten Eltern – Familie im Wandel

Kategorie: Alleinerziehend – Frank – 13:24

Unter diesem Titel sendet das ZDF vom 7.7. bis zum 9.7.2009 jeweils um 22:45 Uhr eine Dokumentation über Familien im Wandel. Traditionelle Familien haben Zuwachs durch die Familienform Alleinerziehend und Patchworkfamilie bekommen. Die Familie begleitet einen Menschen ein Leben lang. Im Auf- und Ab des Lebens suchen und finden die meisten Menschen Zuflucht in ihrer Familie. In einer aktuellen Infratest-Dimap-Umfrage gaben 68 Prozent der Befragten an, ihre Familie gebe ihnen den größten Halt. Die traditionelle Familie mit Vater, Mutter, Kindern ist dabei längst nicht mehr das einzige Lebensmodell. Die deutsche Familie hat Zuwachs bekommen. Die Patchworkfamilie, Alleinerziehende oder sogenannte Regenbogenfamilien sind mittler-weile gesellschaftlich anerkannt. Nur noch ein Drittel der deutschen Haushalte setzen sich klassisch aus Vater-Mutter-Kind zusammen. Die Mehrheit lebt als kinderloses Paar zusammen oder als Single in der Großstadt. Bis “dass der Tod uns scheidet” galt früher, heute scheiden sich viele lieber selbst. Zugleich wagen immer weniger Menschen überhaupt den Schritt vor den Altar. Was ist los mit der Familie in Deutschland? In den vergangenen 60 Jahren hat die klassische Familie einen radikalen Wandel vollzogen. Zum ersten Mal untersucht eine Fernseh-Dokumentation, wie sich das Familienleben in Deutschland verändert hat, seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute, in Ost und West. Denn Unterschiede gab es viele, zwischen dem Familienleben in der Bundesrepublik und der DDR, allein schon beim Thema berufstätiger Frauen und Mütter. Im Arbeiter- und Bauernstaat gingen in den 70er Jahren mehr als 80 Prozent der Frauen einer Berufstätigkeit nach. Ermöglicht wurde ihnen dies durch eine gut ausgebaute Kinderbetreuung. Zwei Großfamilien - eine aus Mönchengladbach und eine aus dem sächsischen Radebeul - führen durch die dreiteilige Dokumentation. Jeweils drei Generationen berichten mit ganz persönlichen Geschichten, wie sie den Wandel erlebt haben. Ergänzt werden ihre Schilderungen durch Archivmaterial und Erläuterungen von renommierten Familien-Experten. Außerdem werden Familien vorgestellt, die für den Wertewandel in der Gegenwart stehen, sei es das schwule Paar aus Berlin, das zwei Kinder aus den USA adoptiert; die Familie, die 14 Monate Elterngeld bezieht, weil der Vater lange Zeit die Erziehung übernimmt; eine Patchworkfamilie oder eine Familie, in der die Ehefrau unmittelbar nach der Geburt ihrer Kinder wieder Vollzeit in den Beruf zurückkehrt.
Regie: Gesine Müller, Alexandra Schmidt, Robert Wortmann

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